Penguin Verlag, München 2026
ISBN
9783328604495 Gebunden, 256 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
"So beginnt meine Geschichte. Als Tochter einer weißen Frau und eines Schwarzen Mannes. Zwischen Sange, Südtansania, und Gera, Thüringen. Zwischen kolonialer Vergangenheit und DDR-Diktatur." Tupoka Ogette schreibt von der Suche nach Zugehörigkeit, vom Leben im Widerspruch, im Dazwischen. Sie erzählt vom Aufwachsen als Schwarzes Kind in der DDR, von Flucht, Verlust, Sexismus und Gewalt - aber auch von Liebe, Mutterschaft, Resilienz und Selbstermächtigung. Von Freundschaften, die sie schließt, und solchen, die sie verliert. Vom Neuanfang in der BRD. Und davon, die Ruhe im Sturm zu finden."
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.03.2026
Ein rundum starkes Buch liest Rezensent Tobias Lehmkuhl: Tupoka Ogette legt hier eine klassische Autobiografie vor und zeichnet nach, wie ihr Leben in zwei deutschen Staaten - zunächst in der DDR, dann in der BRD - von Rassismus geprägt war. Dabei konzentriert sich Ogette, deren Vater aus Tansania stammt, auf alltägliche, keineswegs spektakuläre Fälle von Diskriminierung, auf dem Spielplatz, in der Schule und so weiter. Nicht ein großes Trauma, sondern viele kleine Traumata haben ihr Leben geprägt; das ihr gleichwohl nicht entglitten ist, auch weil es positive Gegengewichte gab, unter anderem ihre stets für sie kämpfende Mutter. All das fügt sich zu einer literarisch sehr gut durchgearbeiteten Darstellung eines selbstbewussten Lebens, freut sich Lehmkuhl.
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