Tobias Sommer

Jagen 135

Roman
Cover: Jagen 135
Septime Verlag, Wien 2015
ISBN 9783902711366
Gebunden, 288 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Konrad Jagen, ein Fotograf, der mit seinen Kriegsfotografien reich wurde, soll einen Ort finden und ablichten, an dem sich seit Jahrhunderten Lebensmüde einfinden, um den Freitod zu wählen. Sein Auftraggeber bezahlt einen dreitägigen Aufenthalt in der einzigen Pension in der Nähe des zu durchkämmenden Waldes, doch Jagen verfängt sich in der Suche nach einem Platz, der für ihn mehr wird als ein Sammelpunkt für Unglückliche, und in einer Landschaft, die für den Leser weder räumlich noch zeitlich greifbar ist. Es geht um die Frage, warum Menschen, die alles in ihrem Leben erreicht haben, diesen Wald aufsuchen und warum eine Generation, die das Rüstzeug zum Glücklichsein hat, in Melancholie versinkt. Das Rätsel, weshalb wir langsam töten, unsere Gegner und uns selbst, und warum wir nur glauben, glücklich zu sein, verdichtet sich, wie das Unterholz, mit jedem Schritt, den er tiefer in diesen Wald vordringt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.07.2015

Das Unwahrscheinliche an dem Setting des Romans vergisst Detlef Kuhlbrodt bald. Tobias Sommers knapper Text saugt ihn hinein in eine Geschichte über rästelhafte Selbstmorde in einem Wald, die Kuhlbrodt an Twin Peaks erinnert. Wann und wo sich die Handlung abspielt, scheint unwichtig. Seltsame Dinge geschehen, meint Kuhlbrodt fasziniert über die dichte Atmosphäre des Buches und seine Spannung.
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