Timothy G. Bromage, Friedemann Schrenk

Adams Eltern

Expeditionen ins Paradies der Frühmenschen
Cover: Adams Eltern
C. H. Beck Verlag, München 2002
ISBN 9783406486159
Gebunden, 255 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Dieses Buch ist eine Mischung aus Expeditionsbericht, Information über die Anfänge der Menschheit und Kulturreportage. Friedemann Schrenk und Timothy G. Bromage, die einen Großteil ihrer Zeit mit Forschungsarbeiten auf den Spuren unserer Vorfahren in Ostafrika verbringen, erzählen die Geschichte ihres eigenen Forscherlebens und zugleich die Geschichte der Menschwerdung. Sie beschreiben die Mühen und Gefahren ihres Forschungsalltags - von Autopannen über Malaria bis Zauberei - und ihre Expeditionen, die nur dank der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung in den Gastgeberländern erfolgreich sein können. Die Autoren führen die Leser zu den Fossilien, deren Entdeckung und wissenschaftliche Auswertung dazu beigetragen haben, das Dunkel aufzuhellen, das über den Anfängen der Menschheitsgeschichte liegt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.05.2002

Nicht nur lehrreich, sondern offenbar auch spannend und amüsant findet Günter Paul die Lektüre des vorliegenden Bandes (den er dem gleichzeitig bei dtv erschienenen Buch "Lucys Knie" von Yves Coppens bei weitem vorzieht). In seiner Kritik skizziert er die Geschichte der Funde vor- und frühmenschlicher Überreste in Afrika und die Rolle, die die Autoren des Buchs dabei spielten. Zunächst, so Paul, hatte man Europa als Heimat der Vormenschen vermutet, ab den zwanziger Jahren des letzten Jahrehunderts aber sprach dann mehr und mehr für Afrika: Funde in Süd- und in Ostafrika legten das nahe. Unter Zuhilfenahme ihres Buchs positioniert Paul dann die Rolle Schrenks und Bromages in dieser Geschichte: Sie suchten den Korridor zwischen Ost- und Südafrika ab, bestimmten das Land Malawi als ihren Suchort und erzählen - mit viel Humor, wie es scheint -, wie sie gruben, und wie sie endlich auch fanden. Mit viel Sympathie betont Paul am Ende seiner Kritik, wie liebevoll die Autoren ihr Verhältnis zur Bevölkerung Malawis schildern und dass sie dort in einem Museum ihre Funde ausstellen wollen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.03.2002

Ein wenig naiv vielleicht, auf alle Fälle aber sympathisch findet Jeanne Rubner die zwei "Abenteuer-Jungs" Schrenk und Bromage. Das "eine 'Okay' oder die andre Floskel" hätte sie aus dem Buch gerne wegretuschiert, abgesehen davon jedoch hält sie es für einen "spannenden Expeditionsbericht" des passionierten Paläanthropologen-Duos, der en passant den "verwirrenden Stammbaum des Menschen" enträtselt. Ganz besonders hat der Rezensentin gefallen, dass der Band neben der "Forscher- Passion" auch die "Liebe zu Malawi" (dem Expeditionsgebiet) der beiden Autoren atmet und Lebensweise und Kultur "eines ansonsten eher wenig bekannten afrikanischen Landes" vermittelt. Dazu, lässt uns Rubner wissen, trügen "durchweg gelungene Schnappschüsse" bei.
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