In der kanadischen Einsamkeit begegnen sich zwei Menschen, die verschiedener nicht sein könnten: der 14-jährige Burl, den sein Vater nicht akzeptieren will, weil er ihn für einen Versager hält, und Orlando Gow, der Maestro, ein umjubelter Pianist. Nur eins haben die beiden gemeinsam, sie sind auf der Flucht: Burl vor dem Vater, der ihn erdrückt, und der Maestro vor der Last seines Erfolgs. Er will endlich in Ruhe ein Oratorium schreiben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Besonders fasziniert ist Jürgen Stahlberg von der Begegnung des armen Jungen Burl mit dem verschrobenen Pianisten, der sich ganz deutlich an Glenn Gould anlehnt. Eindringlich schildert der Rezensent die Annäherung der beiden Außenseiter. Leider findet er, dass der Pianist zu früh stirbt. Der Rest des Buchs folge der typischen Art, wie im amerikanischen Jugendbuch Konflikte behandelt würden. Spannend und abenteuerlich bleibe das Buch aber trotzdem.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999
Selbst in kleinen kanadischen Städten am Rande der großen Wälder gibt es Armutsviertel. Götz Thieme zeichnet in seiner sehr positiven Kritik des Buchs nach, wie der arme Burl Crow aus den Slums von Pharao einen kauzigen Pianisten kennenlernt, der als Eremit in ebenjenen Wäldern lebt - die Ähnlichkeit mit Glenn Gould komme dabei nicht von ungefähr. Thieme hat es gefallen, wie "bildreich" Wynne-Jones die Annäherung dieser beiden so unterschiedlichen Leben erzählt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Brigitte Jakobeit scheint in diesem Buch nichts zu vermissen: Dynamik, Dramatik und Sinnlichkeit mache die Geschichte aus, wie auch ein "traumsicherer Ton", der auch durch die Übersetzung keinen Schaden genommen habe. Sie lobt, dass Wynne-Jones weder Hässliches noch Schönes verschweigt und dass ein leises Buch wie dieses gleichzeitig auch ein aufregendes sein kann.
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