Tim Krohn, Elisa Ortega

Die Erfindung der Welt

Cover: Die Erfindung der Welt
Eichborn Verlag, Berlin 2002
ISBN 9783821807270
Gebunden, 264 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Durchgehend 4-farbig. In der Tiefe eines Bergtals, an einer Stelle, die manche das Ende der Welt nennen, sitzt eines Abends ein vierjähriges Mädchen unter einer Felswand und wundert sich, daß es so klein ist und der Berg so groß. Die Sterne blinken ihr geheime Botschaften zu, und Elisa beschließt, ihre Mutter Annina zu fragen, wie es kam, daß die Welt so ist, wie sie ist. Die beiden beginnen ein Spiel: Bis zu Elisas fünftem Geburtstag setzen sie sich in jeder sternklaren Nacht vor das Haus, Annina liest Elisa aus den Sternen und berichtet vom Ursprung der Welt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.11.2002

Dorothea Dieckmann ist enttäuscht von diesem Buch, dessen Idee sie eigentlich recht "hübsch" findet. In 180 kurzen Texten erzählt der Autor Schöpfungsmythen aus aller Welt, denen dann ein Kommentar und eine Zeichnung seiner fünfjährigen Mitautorin Elisa Ortega folgen. Das geschehe in einer "absichtsvoll uniformen Weise", bei der stets mit den Worten "Am Anfang" begonnen wird, erklärt die Rezensentin. Was eigentlich ganz charmant ist, wirke mitunter aber auch einfach albern und lasse in seiner Einfachheit das "ästhetische Vergnügen" von "poetischer Logik" vermissen, meint Dieckmann. Auf die Dauer ist ihr das einfache Erzählmuster zu ermüdend und sie fühlt sich mitunter wie in einem Laden, der immer dasselbe Kleidungsstück in neuen Varianten anbietet. Das Buch eigne sich "weder zum Lese- oder Vorlesebuch" noch sei es als Lexikon zu gebrauchen, beschwert sich Dieckmann, die sich darüber hinaus des Eindrucks nicht erwehren kann, der Autor habe mit dieser Zusammenarbeit Ortega nur einen Gefallen getan, ohne dabei an die zukünftigen Leser zu denken.
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