Thomas Urban

Russische Schriftsteller im Berlin der zwanziger Jahre

Cover: Russische Schriftsteller im Berlin der zwanziger Jahre
Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 2003
ISBN 9783894790974
Gebunden, 239 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit ca. 60 s/w Abbildungen. Berlin war Anfang der zwanziger Jahre bekanntlich das wichtigste Zentrum der russischen Emigration. Aber auch Anhänger des jungen Sowjetrussland, die für die Errungenschaften der Revolution warben, kamen hierher. Fast alle bedeutenden russischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts lebten damals vorübergehend in Berlin, wo sie unter anderem ein blühendes Publikationswesen (Zeitungen, Journale, Buchverlage) vorfanden. Thomas Urban stellt zwölf der wichtigsten russischen Schriftsteller vor, die, zumeist unter schwierigen Bedingungen, in den zwanziger Jahren in Berlin lebten. Im Mittelpunkt stehen nicht die literarischen Werke, sondern der Alltag der Schriftsteller in einer für sie fremden Stadt, ihre Sorgen und Freuden, Liebschaften, mitunter auch Skandale. Erzählt wird von Andrej Bely, Wladyslaw Chodassewitsch, Ilja Ehrenburg, Maxim Gorki, Sergej Jessenin, Wladimir Majakowski, Vladimir Nabokov, Boris Pasternak, Alexej Remisow, Viktor Schklowski, Alexej Tolstoi und Marina Zwetajewa. Das Buch enthält im Anhang ein ausführliches Literatur- und ein Personenverzeichnis.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2003

Obwohl der I.R. zeichnende Rezensent "einige wenige faktische Ausrutscher" in diesem Band von Thomas Urban vermerkt, ist er doch voll des Lobes angesichts dieser Studie zu den emigrierten russischen Schriftsteller im Berlin der zwanziger Jahre. Den wichtigsten unter ihnen wie Gorki, Ehrenburg und anderen widme er ganze Kapitel, wobei sich der Rezensent besonders von dem Kapitel berührt zeigt, in dem es um die missglückte Flucht einiger Schriftsteller aus Nazideutschland geht. Es ist ein Buch, dass auch dank Personenregister und Quellenverzeichnis äußerst informativ ist, lobt der Rezensent.