Thomas Kapielski

Abstehende Röhren

2 CDs
Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783861504856
CD, 15,00 EUR

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.03.2003

Still vergnügt in sich hineingekichert hat der Rezensent Wilhelm Trapp beim Hören von Thomas Kapielskis CD "Abstehende Röhren". Die zwölf Geschichten, die der Autor vorliest, handeln "nicht von den großen, tragischen Schlägen, sondern von fiesen, kleinen Querschlägern", fasst Trapp zusammen. Die gesammelten Niederlagen haben aber nie einen weinerlichen Unterton, stellt der Rezensent erstaunt fest, sondern treten dem "Schicksalulk" pragmatisch entgegen. Obwohl die Geschichten autobiografisch sind, verteidigt Trapp den Autor gegen Vorwürfe des Exhibitionismus: Kapielskis stets ironische Distanz zu den Dingen bewahre ihn vor dem Image eines "Jackass-Opas". Der Autor liest laut Trapp lebendig und mit kindlichem Staunen. Darüber hinaus biete der ebenfalls auf der CD zu findende Film Anschauungsunterricht zu Kapielskis Bierphilosophie. "Das ist Komödie im besten Sinne", lobt der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 31.12.2002

Die Rezensentin outet sich gleich zu Anfang als Fan von Thomas Kapielski - obwohl es ihr langsam peinlich sei, wie sie gesteht, da mittlerweile immer mehr Leute ein Loblied auf ihn anstimmten. Nach "Nasenflöten" legt Kapielski hiermit sein zweites Hörbuch vor, berichtet Eva Behrendt, und auch dieses präsentiere wieder einen Kapielski in Reinform: Kapielski liest Kapielski, nicht zu schnell beziehungsweise "mit bedächtigem Charme", wie Behrendt schreibt, die Konsonanten leicht verschleifend und mit gelegentlich sich überschlagender Stimme. Es wird viel geschwitzt in oder auf dieser CD, verrät Behrendt, sei es, weil es um finnische Saunen geht oder um "rot aufgedunsene Gesichtsschwitzer" wie Kapielski einer sein muss, sommers. Überhaupt rückt die persönliche Erscheinung des Autors häufiger in den Vordergrund, als "Quadratschädel" oder mit "Lippenstülptüte", was die Rezensentin zu der Anmerkung veranlasst, sie sei nicht unfroh, dass sie die beigelegte CD-Rom in ihrem Computer nicht öffnen konnte. Dafür darf sie sich zum Schluss die zwölfminütige Selbstlob-Endlosschleife "Was für ein feiner Mensch" zu Gemüte führen - "schön unverschämt", urteilt sie begeistert.
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