Thierry Paquot

Die Kunst des Mittagsschlafs

Cover: Die Kunst des Mittagsschlafs
Steidl Verlag, Göttingen 2012
ISBN 9783869302409
Gebunden, 92 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Sabine Dzuck und Melanie Heusel. Die Siesta ist mehr als ein heiteres Dämmern, sie ist ein Moment der Ruhe, der Wollust und ein Akt des Widerstands, gefeiert in Kunst und Literatur. Wer mittags schläft, entzieht sich der Fremdbestimmung, widersetzt sich den Rhythmen der Arbeitswelt und der Produktivitätsmoral. Siesta ist Individualität, Siesta ist Luxus. Thierry Paquot erzählt die Geschichte des Mittagsschlafs in verschiedenen Mythen und Kulturen. Er verfolgt seine Spur in der abendländischen Malerei und ruft auf zur Revolution: Mittagsschläfer aller Länder behauptet eure Einzigartigkeit und widersteht der globalen, der totalitären Zeit! Das ist nur der Anfang, die Siesta geht weiter!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2012

Lässig wie sein Thema erscheint Jochen Schimmang der Autor, wenn er über die Bedeutung und den leicht revolutionären Ruch des Mittagsschlafs schreibt. Dass sich Thierry Paquot, Philosoph, seinem Sujet nicht mit der Perspektive des Machers, dessen, der Effektivität steigern will, nähert, sondern den Hauch des Luxus, das Moment des Unseriösen am Schläfchen zu bewahren sucht, findet Schimmang sympathisch. Den Essay als Manifest zu fassen, ist der Autor dankenswerterweise auch zu müde, pardon, zu ironisch, findet Schimmang. Kleine Redundanzen beim Referieren über moderne Zeitorganisation lässt er ihm da gerne durchgehen. Und erfreut sich lieber an den enthaltenen Bildkommentaren und den Erinnerungen an geglückte und weniger geglückte Siestas.
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