Theodor Fontane

Von Zwanzig bis Dreißig

Das autobiografische Werk, Band 1
Cover: Von Zwanzig bis Dreißig
Aufbau Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783351031350
Gebunden, 979 Seiten, 58,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Gabriele Radecke. Nach seinem autobiografischen Roman "Meine Kinderjahre" beschäftigt sich Fontane mit dem für seine künstlerische Entwicklung entscheidenden Lebensabschnitt von 1840 bis 1850. Er blickt zurück auf eine turbulente Epoche, in der er den Brotberuf eines Apothekers ausübt und hofft, bald als unabhängiger Schriftsteller und Poet leben zu können. Viele kleine und große Stationen lässt er Revue passieren: sein literarisches Debüt im "Berliner Figaro" 1839/40, die Zeit als Apothekergehilfe und sein schriftstellerisches Engagement in Leipzig und Dresden 1841-43, das Militärpflichtjahr 1844/45, die erste Reise nach England, die Berliner Revolution 1848, seine Tätigkeit im Diakonissenhaus Bethanien 1849 sowie Verlobung (1845) und Eheschließung (1850) mit Emilie Rouanet. Große Aufmerksamkeit widmet er dem Dichterverein "Tunnel über der Spree", der seine literarische Sozialisation gefördert hat.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 21.02.2015

Endlich lesen!, fordert Tilman Krause angesichts dieser Autobiografie, in der Fontane dem Rezensenten nicht nur als dritter Goncourt erscheint, bissig, modern, urban, cool und meilenweit entfernt von "Meine Kinderjahre", sondern auch Berlin so schön vibrierend und transitorisch rüberkommt wie nie, meint Krause. Charmanten und weniger charmanten Porträts begegnet er im Buch, vor allem aber einem Mann, dessen unideologische Aufgeschlossenheit und Witzigkeit ihn staunen lassen. Am Journalismus Interessierten empfiehlt Krause das Kapitel über Fontanes Zeit bei der "Kreuzzeitung", besonders bemerkenswert scheinen ihm weiters, wie Fontane den Kollegen Storm vorführt und sich selbst als Halbgebildeten präsentiert.
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