Sylvia Englert, Stefan Jäger

Cafe Andromeda

Eine phantastische Reise durch die moderne Physik (Ab 13 Jahre)
Cover: Cafe Andromeda
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783593370712
Gebunden, 205 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Sind Zeitreisen möglich? Was sind schwarze Löcher? Physikalische Phänomene wie diese faszinieren viele Jugendliche. Im 20. Jahrhundert hat die Physik von Einsteins Relativitätstheorie bis hin zur Quantenphysik spektakuläre Forschungsdurchbrüche erlebt. Auch die Entstehung des Weltalls wurde immer weiter enträtselt. Cafe Andromeda erklärt die Entdeckungen der modernen physikalischen Forschung in einer turbulenten Science-Fiction-Story. Die Geschwister Jan und Miri gelangen versehentlich an Bord eines Raumschiffs und begleiten den chaotischen Captain Andy Zero auf abenteuerliche Forschungsmissionen. Sie frühstücken mit Einstein, diskutieren im Cafe Andromeda über die Weltformel, amüsieren sich im Teilchenzoo, landen in parallelen Uni-versen und bewähren sich beim Tod eines Sterns.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2003

Die Jugendbuchautorin Sylvia Englert und der promovierte Physiker Stefan Jäger haben ihre Einführung in die moderne Physik für Jugendliche in eine "augenzwinkernd fabulierte Science-Fiction-Handlung verpackt", erklärt Sabine Sütterlin begeistert. Ausgestattet mit der für diese gewagte Kombination notwendigen "Prise Ironie" sieht die Rezensentin das Werk als gelungenes Beispiel für die These an, dass erfolgreiches Lernen die Vermittlung des Stoffs über verschiedene Kanäle benötigt. Erzählt wird die Geschichte der Zwillinge Jan und Mirjam, die "versehentlich in das Raumschiff des chaotischen, aber sympathischen jungen Astrophysikers Andy Zero" geraten und mit ihm Zeitreisen zwischen Urknall und dem 23. Jahrhundert unternehmen. Zero erkläre dabei ganz en passant die anfallenden Fragen, stets den aktuellen Wissenstand "korrekt" wiedergebend. All die Passagen, in denen Englert und Jäger der Wirklichkeit ein wenig nachhelfen mussten, schreibt Sütterlin, sind im Vorwort erläutert - schade also, dass wir auf den "Photonentunnel", notwendig für Zeitreisen, noch verzichten müssen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.11.2003

Die Jugendbuchautorin Sylvia Englert und der promovierte Physiker Stefan Jäger haben sich daran versucht, die Welt der Physik in einer Science-Fiction-Geschichte nachvollziehbar zu machen, erklärt der Rezensent Jörg Feuck. Diesen Versuch findet er allerdings nur mäßig geglückt: Wenn die Geschwister Jan und Miri kurz vor Jans Physik-Klausur ins 23. Jahrhundert an Bord eines Raumschiffs katapultiert werden, von dem aus die Errungenschaften der modernen (also von dort aus gesehen der altertümlichen) Physik, wie Lichtgeschwindigkeit und Zeitdehnung, plausibel erscheinen, und die Geschwister mit einer geradezu genialen Auffassungsgabe allen Erklärungen folgen, schwenkt der Rezensent die weiße Fahne. Er findet die Erzählung "gestelzt", nur selten spannend und vor allem in ihrem Ton lästig, der versucht, sich an die jungen Leser anzubiedern und "obercool" zu sein ("Gigashit" sei nur ein Beispiel von vielen). Aber warum nicht, schließt er etwas ungläubig, "wenn es denn der Neugierde und dem Verständnis auf die Sprünge hilft..."
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