Martin Gayford

Michelangelo

Sein langes abenteuerliches Leben
Cover: Michelangelo
Piet Meyer Verlag, Bern - Wien 2019
ISBN 9783905799521
Kartoniert, 664 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Klaus Binder, Bernd Leineweber und Britta Schröder. Martin Gayford, enger Freund von Lucian Freud, David Hockney und Francis Bacon, weiß aus eigener Anschauung, wie Künstler leben: wie sie arbeiten, denken, kämpfen, lieben, hassen, ihren täglichen Geschäften nachgehen. Über die Jahre hat er das Werk zahlreicher zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt kommentiert und ihre Entwicklung begleitet. Es ist deshalb besonders interessant, Gayford einmal in ein früheres Jahrhundert zu folgen. Sein neues Buch ist Michelangelo Buonarroti (1475-1564) gewidmet, dem Maler, Bildhauer, Baumeister und Dichter, der tausend Kontakte in alle Richtungen der italienischen Renaissance-Welt pflegte. Anschaulich schildert Gayford ein streckenweise haarsträubend abenteuerliches Leben, und als Leser gewinnen wir Einblick in die häufig vertrackte Entstehung seines so mächtigen OEuvres. Kunst ist Kunst, gleich ob sie aus der Gegenwart oder Vergangenheit stammt. Immer ist der Versuch interessant, verstehen zu wollen, unter welchen Bedingungen sie entsteht. Der schmerzhaft zerrissene, hochtalentierte, zu schwarzer Melancholie neigende Michelangelo gehörte zu den Allergrößten seines Faches.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2019

Wer mit einer Michelangelo-Biografie noch einen Blumentopf gewinnen will, muss sich schon einiges einfallen lassen, weiß Rezensent Golo Maurer. Und Einfallslosigkeit kann er dem britischen Kunsthistoriker Michael Gayford, der sich bisher vor allem im 19. und 20. Jahrhundert umgetrieben hat, wahrlich nicht vorwerfen: Denn der Autor erzähle derart fesselnd von Michelangelos Leben und der europäischen Weltgeschichte, dass der Kritiker das Gefühl hat, Gayford wäre selbst dabei gewesen. War er aber nun mal nicht - und so liest Maurer hier mehr "Story-Telling" als Fakten. Und dass Gayford Michelangelos Kunstwerke eher nebensächlich abhandelt, macht es für den Kritiker nicht besser.
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