Diese Anthologie stellt zum ersten Mal ein möglichst breites Spektrum japanischer Unterhaltungsliteratur in deutscher Sprache vor: Angefangen vom Familiendrama über Spielarten der Kriminalerzählung bis hin zu Mystery- und Science-fiction-Geschichten finden sich hier 15 Erzählungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2003
Ein spannende Ergänzung zu all dem, was derzeit an japanischer Literatur auf den Markt kommt, ist diese Sammlung japanischer Populärliteratur, die "in Japan viel gelesene und rezipierte Unterhaltungs-, Historien-, Science-fiction und Kriminalliteratur" für deutsche Leser dokumentiert. Populär seien die versammelten Autoren nach Meinung des Rezensenten Steffen Gnam "im guten Sinne", und sie böten nebenbei einen anderen Blick auf "aktuelle gesellschaftliche Probleme" - ob es nun die Überalterung der Gesellschaft oder soziale Probleme in der Schule sind. Die hier vorgestellten Schriftsteller sind oft Quereinsteiger aus anderen Berufszweigen der Unterhaltungsbranche, Mangazeichner ebenso wie Schlagertexter, und dem entsprechend breit gefächert sind die Themen, die sie in ihre Texte einbringen.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…