Herausgegeben von Stefan Litt. Stefan Zweig ist einer der erfolgreichsten Autoren deutscher Sprache. Berühmt wurde er durch seine romanhaften Biografien, aber sein Werk zeichnet sich besonders durch eine Vielzahl an Novellen aus, die bekannteste ist wohl die Schachnovelle, sein letztes Werk, die posthum 1942 in Brasilien erschien.Auch wenn Zweigs jüdische Herkunft in seinen Werken keine prominente Rolle spielt, und er den jüdischen Kontext in seinen Werken nie besonders herausgestellt hat, darf dessen Bedeutung für Zweigs Schaffen nicht unterschätzt werden. In den sechs hier versammelten Novellen und Legenden "Im Schnee", "Die Wunder des Lebens", "Untergang eines Herzens", "Rahel rechtet mit Gott", "Buchmendel" und "Der begrabene Leuchter" gelingt es Zweig, die jüdische Thematik immer wieder subtil aufscheinen zu lassen. Die Texte stammen aus den Jahren 1901 bis 1936 und sind teils als eigenständige Publikationen, teils in Sammelbänden erschienen. In dieser Form werden sie hier erstmals gemeinsam veröffentlicht.
Rezensent Jörg Magenau bieten die vorliegenden Erzählungen einen Blick auf einen eher wenig bekannten Teil des Werks von Stefan Zweig. Nicht nur lässt sich laut Magenau an den um die Gewalt an Juden kreisenden Geschichten erkennen, wie sich Zweigs Pazifismus aus dem Judentum erklären lässt, auch machen die Texte Zweigs wachsendes Interesse an seiner Religion erkennbar, findet der Rezensent. Darüber hinaus zeigen die Erzählungen Zweigs literarischen Weg von einem klassizistischen zum psychologisch und historisch versierten Autor, so Magenau.
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