Probleme der Denkmalpflege begegnen uns nicht nur anlässlich spektakulärer Fälle, wie denen des Weltkultur-Status von Dresden oder Köln. Auch jeder private Bauherr, der sein altes Haus renovieren lassen will, muss sich mit entsprechenden Fragen auseinandersetzen. Dieser Band gibt einen Überblick über die Geschichte der Denkmalpflege, beleuchtet ihre Ziele und Probleme in der Gegenwart, führt in die Denkmalkunde ein und skizziert die Gesetzeslage. Ein Erfahrungsbericht zeigt, welche Bedeutung der Denkmalpflege in der Praxis zukommt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.07.2006
Enttäuscht äußert sich Günter Kowa über diese Einführung in die Denkmalpflege des Kunsthistorikers Achim Hubel. Er bescheinigt dem Bamberger Professor für Denkmalpflege zwar, nahezu alle Aspekte des Fachs anzusprechen. Aber anstatt die Bedeutung der Denkmalpflege für die Gegenwart etwa im Blick auf das bedrohte bauhistorische Erbe in den ostdeutschen Ländern zu akzentuieren, offenbart Hubel für Kowa unfreiwillig die Ursachen ihrer Krise. Die sieht er vor allem in der Flucht des Fachs in die "akademische Welt" und der mangelnden Auseinandersetzung mit aktuellen baupolitischen Auswüchsen. Gegen den Strich geht ihm Hubels Ignoranz gegenüber der in vielerlei Hinsicht verdienstvollen Denkmalpflege der DDR. Außerdem kritisiert er das Fehlen jeder Selbstreflexion des Fachs sowie die "bleierne Ausstattung" des Bändchens. Das harte Urteil des Rezensenten: "überflüssig".
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