Klappentext
September 1858, mitten auf dem Atlantik. Eine nicht mehr ganz junge Frau treibt nackt auf einer Tür liegend in den sachten Wellen. Die Sonne scheint und in Gedanken ist sie in Dänemark.Henriette Wulff, aus bester dänischer Familie, ist dreiundfünfzig, als sie sich entschließt, ihre Heimat hinter sich zu lassen und nach Amerika auszuwandern. Trotz ihres umtriebigen Soziallebens in den Salons Kopenhagens, trotz ihrer zahlreichen Bekanntschaften in Europa. Und trotz ihrer intensiven Freundschaft mit dem Dichter Hans Christian Andersen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg Hunderte Briefe wechselte. Doch die Überfahrt endet in einer Katastrophe, der größten Schifffahrtskatastrophe des 19. Jahrhunderts. Inmitten der Trümmer des Dampfers "Austria" bleibt Henriette nichts übrig, als in Gedanken weiter Briefe an Andersen zu verfassen, ahnend, dass er zu Hause in seiner Schreibstube auch nicht anders kann, als ihr zu schreiben.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 17.04.2026
Rezensent Dirk Fuhrig bewundert, wie Stefan Kutzenberger in diesem Roman über die Freundschaft zwischen Hans Christian Andersen und Henriette Wulff, die den Untergang des Auswandererschiffes "Austria" überlebte, in Briefen eine märchenhafte Konstellation entwirft, in der Wahrheit und Erfindung überzeugend vermischt werden. Geistreich, witzig und atmosphärisch ist das Buch für Fuhrig, und das nicht nur durch sein maritimes Kolorit und schiffahrtstechnische Details.
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