Mit einem Nachwort von Hans Holzhaider. Von der Verleumdungsklage unter Nachbarn, dem Erbschaftsstreit im Hochadel, über Glücksspielbetrug, Meineidsverfahren, aufgedeckte Korruption sowie geniale Fälschungen bis hin zum Verdacht auf Gattinnenmord, zu erschossenen Söhnen, tödlichen Eifersuchtsdramen und müden Richtern: Die Gerichtsreportagen von Sling führen mitten hinein in das Leben, wie es sich vor den Schranken der Gerichte sammelt, mitten hinein in die Welt der zwanziger Jahre. Das Kürzel "Sling" stand dabei für eine neuartige Berichterstattung, die geprägt war von einem menschenfreundlichen Humor und ihren Urheber zu einem der berühmtesten Journalisten der Weimarer Republik und zum Vorbild für viele nach ihm machte. Hans Holzhaider, als Gerichtsreporter der Süddeutschen Zeitung ein "Nachfahre" Slings, trägt das Nachwort bei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2013
Frisch wie vor neunzig Jahren, als sie für die "Vossische Zeitung" entstanden sind, findet Michael Pawlik die Reportagen des Gerichtsreporters "Sling" alias Paul Schlesinger. Mal höchst subjektiv und freundlich, mal voller Sachlichkeit berichten die Texte für Pawlik "stilprägend" von Tätern, Opfern und Richtern und von der Zerstörungskraft der Justiz. Dass den Autor dabei weniger die Schuldfrage interessiert, als vielmehr die seelischen Beweggründe der Betroffenen, die er mit viel Empathie und mit jeder Menge Zweifel am Strafrecht erkundet, scheint für den Rezensenten in Ordnung zu gehen.
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