Sheila Heti

Wie sollten wir sein?

Ein Roman aus dem Leben
Cover: Wie sollten wir sein?
Rowohlt Verlag, Reinbek 2014
ISBN 9783498004071
Gebunden, 336 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Thomas Überhoff. Sheila lebt in Toronto: Frisch geschieden und künstlerisch blockiert von der Arbeit an einem feministischen Stück, das sie für ein Theater schreiben soll, steckt sie mitten in der Lebenskrise. Alle anderen scheinen zu wissen, wie das geht: authentisch leben. Nur sie weiß es nicht, hat sie doch das meiste von Männern gelernt, die ihr etwas beibringen wollten. Also beginnt sie, Gespräche mit ihrer besten Freundin, der Malerin Margaux, auf Band aufzuzeichnen, macht sie zum Untersuchungsobjekt ihrer philosophischen Neugier. Und nicht nur sie, sondern auch ihren dominanten neuen Lover Israel. Aber wo bleibt dabei sie selbst? Was, so fragt sie sich, ist Liebe, was ist Schicksal, wie bleibt man sich treu?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.03.2014

Wenn Selbstfindungsliteratur so authentisch, unabgeschlossen und unsicher ist wie Sheila Hetis "Wie sollten wir sein?", lässt Rezensentin Marie Schmidt gerne alle Vorurteile gegen das Genre fahren und feiert Buch und Autorin. Weil Heti sich nicht allein in ihrem Kämmerchen mit abgehobenen existenziellen Fragen herumschlagen wollte, hat die Autorin mit Freunden über Freiheit und Kunst und Liebe gesprochen und nebenbei ein Tonband laufen lassen, verrät die Rezensentin, das Buch basiert vor allem auf diesen Mitschnitten. Statt notdürftige Antworten zu liefern, zeigen die Dialoge vor allem, wie tief "der partikulare Hang zur Selbstzerfleischung" sitzt, erklärt Schmidt.
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