Sara Paretsky

Feuereifer

Thriller
Cover: Feuereifer
Goldmann Verlag, München 2007
ISBN 9783442310012
Gebunden, 446 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Sybille Schmidt. Eigentlich hatte sich Privatdetektivin Vic Warshawski geschworen, nie wieder einen Fuß in ihre Heimat South Chicago zu setzen, mit der sie schmerzliche Erinnerungen verbinden. Doch als sie gebeten wird, vorübergehend die Mädchen-Basketballmannschaft ihrer ehemaligen Highschool zu trainieren, lässt sie sich am Ende doch überreden. Ihre neue Aufgabe entpuppt sich schnell als echte Herausforderung, denn die zur Verfügung stehenden Mittel sind knapp, und die jungen Frauen trainieren unter schwierigen Bedingungen. Doch Vic gibt nicht auf und versucht, die erfolgreiche Ladenkette BySmart als Sponsor zu gewinnen - vergeblich. Als sie das florierende Unternehmen etwas genauer unter die Lupe nimmt, stößt sie auf eine infame Intrige mit tödlichen Folgen - und schon bald ist auch ihr eigenes Leben in Gefahr.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.03.2007

Enttäuscht hat Rezensentin Katharina Granzin Sara Paretskys neuen Krimi zugeklappt. Zwar findet sie die Handlung wie immer gut recherchiert und packend geschildert. Allein, die Glaubwürdigkeit der berühmten Privatdetektivin Vic Warshawski hat aus ihrer Sicht gelitten. Denn die werfe sich mit Verve und vollem Körpereinsatz wie eh und je ins Geschehen. Wobei Paretsky der Tatsache nicht Rechnung tragen würde, dass ihre Heldin inzwischen weit jenseits der Fünfzig ist. So entsteht angesichts der äußerst "realistischen Anteilnahme" der Autorin bei der Schilderung der Wirtschaftsintrige, die Granzin zufolge im Zentrum des Krimiplots steht, und der merkwürdig unrealistischen Heldin eine Schere, die beträchtlich am Lesevergnügen nagt. Hätte sich Vic Warshawski mit Ende dreißig verbissen mit Fragen des Älterwerdens befasst, sei dies Thema nun völlig ausgeblendet, lasse Paretski ihre Heldin immer noch aberwitzige Stunts vollführen und bringe sie damit um ihre Glaubwürdigkeit. Aber auch bei der Handlung vermisst die Rezensentin die gewohnte Raffinesse.