Klappentext
Als ein Waldbrand das Haus ihres Dads zerstört, beginnt für die dreizehnjährige Maudie ein Sommer, der ihr Leben verändern wird. Beide ziehen in einen Camper an den Strand, wo sie zusammen die Ferien verbringen. Maudie fühlt sich frei in dem Ort, wo schon ihr Dad aufwuchs. Sie lernt surfen, liebt es, das Wasser zu spüren, und nimmt sogar an einem Wettkampf teil. Wie gut sich das anfühlt! Wie gut es tut, nicht kleingemacht zu werden vom Stiefvater, weil man anders ist. Denn Maudie ist Autistin. Und zu Hause bei ihrer Mutter und dem neuen Mann ist das Leben kein Honigschlecken. Als sich Maudie die Chance bietet, vertraut sie ihre Sorgen endlich ihrem Dad an. Es ist der Startschuss in ein Leben voller Selbstbestimmung und Freiheit.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 27.06.2025
Rezensentin Dina Netz liest mit "Der Gesang der Wellen" einen bewegenden, unterhaltsamen und zugleich aufklärenden Jugendroman über eine junge Autistin, die durch ein Unglück aus ihrem vertrauten, aber wenig verständnisvollen sozialen Umfeld getrieben wird, in eine völlig neue Situation. Für sie, die mit Veränderungen nur schwer umgehen kann, ist das neue Umfeld zunächst eine Herausforderung, lesen wir, erweist sich jedoch bald als Chance - auf echte, erfüllende zwischenmenschliche Beziehungen, in denen sie nicht, wie früher, als "Problem" wahrgenommen wird. Sally J. Plas Roman gesellt sich damit zu einer ganzen Reihe von Kinder- und Jugendbüchern über neurodivergente Menschen, wie etwa Maria Zimmermanns "Anders nicht falsch". Plas Roman zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass er deutlich macht: Autistische Menschen sind nicht zwangsläufig "anders", es ist das Umfeld, auf das es ankommt. Dass das Ende vielleicht ein bisschen allzu Happy ausfällt, kann die Rezensentin Pla verzeihen, zumal sie der sympathischen und humorvollen Ich-Erzählerin, sowie auch den anderen, sehr lebendigen Figuren alles Glück von Herzen wünscht.
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