Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2001
Milo Rau wünscht diesem kleinen in deutsch und rätoromanisch verfassten Band der Bündnerin Rut Plouda, die in diesem Jahr mit dem Preis der Schweizer Schillerstiftung ausgezeichnet wurde, viele Leser. Ganz deutlich unterscheidet sich der literarische Abschied der Mutter von ihrem verstorbenen 19-Jährigen Sohn von jeglicher "Bekenntnis- und Erinnerungsliteratur", die jüngst zuhauf erschienen ist, schreibt der ergriffene Rezensent. Knapp und ohne jede "lakonische Pose", "wunderbar traurig, präzise und nur scheinbar schlicht" schildert die Autorin in gut vierzig Prosaabschnitten den Abschied, den Tod, die Trauer und die Erinnerung an den so früh verlorenen Sohn, verdichten sich Alltags- und Phantasiebilder zu einer Zwiesprache mit einem geliebten Menschen, schreibt Rau. Rut Plouda schreibt, weil es nötig ist, und ihre Ergriffenheit wird in dieser klaren Absicht und Sprache zu der des Lesers, denkt der Rezensent.
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