Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.12.2000
Indira Gurbaxani zeigt sich recht angetan von diesem Band, nicht nur weil sie es für gut recherchiert und (auch für Laien) angenehm zu lesen hält. Der wichtigste Punkt für sie ist die Tatsache, dass der Autor sich mit den Ursachen für Arbeitslosigkeit auf eine Art befasst, die eine Blick hinter die üblichen Begründungen von Konjunktureinbruch, geringe Qualifikation der Arbeitssuchenden und Ähnliches wirft. So beschäftigt sich Schöb, wie der Leser erfährt, vor allem mit Steuerfragen und Tarifverhandlungen, bei denen die Tarifparteien in einer Art "Close-up"-Mentalität die Arbeitslosen außen vor lassen. Hier setzen, lobt die Rezensentin, Schöbs Lösungsvorschläge an, die - ohne sie hier im einzelnen aufzulisten - in den Augen von Gurbaxani recht überzeugend ausfallen. Gerade Schöbs Vorschlag von einer Steuergutschrift für niedrige Tarifgruppen bei einer Begrenzung der Nettolöhne auf einen Inflationausgleich, hält sie für äußerst diskussionswürdig. Insgesamt lobt die Rezensentin, dass es Schöb gelungen sei, den verbrauchten Begriff von einem "Bündnis für Arbeit" mit Inhalt zu füllen, von dem "alle gesellschaftlichen Gruppen", also auch die Arbeitslosen, profitieren könnten.
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