Ronan Hession

Panenka

Roman
Cover: Panenka
Karl Blessing Verlag, München 2026
ISBN 9783896677631
Gebunden, 240 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Andrea O'Brien. Über Verletzlichkeit, Vergebung, kleine Glücksmomente und zweite Chancen.Vor 25 Jahren durfte Joseph beim FC Seneca den Elfmeter schießen - und traf direkt in die Arme des gegnerischen Torwarts. Von da an gewinnt sein Heimatverein nie wieder. Panenka, wie er seit dem Vorfall spöttisch genannt wird, ist zum Außenseiter im lokalen Pub, sogar zum Sündenbock der ganzen Stadt geworden, was ihm unerträgliche Kopfschmerzen bereit - nicht nur im übertragenen Sinne. Einzig die Beziehung zu seiner Tochter, die nach einer Trennung bei ihm eingezogen ist, und seinem 7-jährigen Enkel Arthur geben ihm Trost. Dann trifft Panenka die sanftmütige Esther. Die neue Besitzerin des Friseursalons sieht seine Verletzungen, denn auch sie wurde vom Leben enttäuscht. Zaghaft entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft, durch die es Esther gelingt, einige von Panenkas selbst auferlegten Mauern niederzureißen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 04.07.2026

Dass man vom Fußball auch als "moderne Hiobsgeschichte" erzählen kann, liest Rezensentin Gisa Funck bei Ronan Hession: Joseph, sein Protagonist, verschießt den entscheidenden Elfmeter. Sein Plan, einen Trick auszuführen, geht voll daneben und er wird von seinen Teamkollegen mit dem verächtlich gemeinten Spitznamen Panenka bedacht, lesen wir. Dieser Fehltritt wird zum Dreh- und Angelpunkt seines verkorksten Lebens, verrät Funck, er zieht sich in einen inneren Panzer zurück, seine Frau verlässt ihn, was der Autor ihn aus der Distanz von 25 Jahren erzählen lässt. Für die Kritikerin erzählt Hession von diesem Pechvogel, auf den am Ende doch noch ein bisschen Glück wartet, einfühlsam, ohne kitschig zu sein, und dürfte damit sicher auch Leserinnen und Leser ansprechen, die keine Fußball-Fans sind.