Roberto Casati

Die Entdeckung des Schattens

Die faszinierende Karriere einer rätselhaften Erscheinung
Cover: Die Entdeckung des Schattens
Berlin Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783827003287
Gebunden, 304 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Was geschieht bei einer Mondfinsternis? Während die Erde den Mond überschattet, erkennt man, was er in Wirklichkeit ist, ein großer dunkler Stein. Roberto Casati verdankt diesem Schattenspiel eine wirkliche Erleuchtung: es ist nicht immer die Sonne, die die Wahrheit an den Tag bringt, sondern sehr oft gerade der unheimliche Antipode des Lichts, der Schatten. Casati führt dem Leser vor Augen, dass die menschliche Wahrnehmung, die Erforschung der Welt und des Kosmos maßgeblich vom Phänomen des Schattens bestimmt ist. Der Autor schlendert durch die Geschichte unterschiedlichster Disziplinen, Mathematik und Astronomie, Architektur und Malerei, Philosophie und Physik, bleibt an den entscheidenden Dreh- und Angelpunkten ihrer Entwicklung stehen und entdeckt zur Verblüffung des Publikums immer wieder die unaufdringliche Anwesenheit eines Schattens...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.03.2001

Als "Kompendium der Schattenspiele" lobt Fritz Göttler das Buch des Semiotikers Roberto Casati, der Erscheinung und Bedeutung des Schattens ästhetisch, psychologisch und philosophisch durchleuchtet. Casati gesteht dem Schatten ein Eigenleben zu und beginnt sein Werk mit einem Gespräch des "Schatten-Philosophen par excellence", nämlich mit Platon, erzählt Göttler. Casati, der sich offensichtlich an Umberto Eco orientiere, bewege sich "zwischen Pathos und Ironie". Er lasse den Pädagogen Piaget zu Wort kommen, beschreibe die Sicht der Kinder auf den Schatten und nehme eine astronomische Bewertung des Phänomens vor. Schließlich wendet Casati den Blick von Himmel zurück, so der Rezensent, denn den Schatten brauche man schließlich, um den Menschen in der Welt zu verankern.
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