Picus Verlag, Wien 2026
ISBN
9783711721686 Gebunden, 150 Seiten, 22,00
EUR
Klappentext
Angesichts einer Welt, die in Tyrannei und neuem Autoritarismus zu versinken droht, heißt die Kunst der Stunde Widerstand. Dabei gilt es, der Versuchung zu trotzen, eine komplexe Welt in lächerliche Eindeutigkeiten aufzulösen, und die Falle übergroßer Gemäßigtheit zu vermeiden. Misik stemmt sich gegen die "Zerstörung der Vernunft" durch den neuen "Faschismus" und nimmt zugleich manche Verrücktheiten der heutigen Linken aufs Korn. Die politischen Verwüstungen unserer Zeit beschreibt er mit kulturellem Tiefgang, so wie er die politische Radikalität von Künstlern wie Annie Ernaux, Franz Kafka, Pier Paolo Pasolini oder George Orwell für unsere Zeit freilegt.
Rezensent Günter Kaindlstorfer verspricht eines der "Bücher der Stunde", und zwar in gekonnter Ausführung: Mit Schwung und Klarheit schreibe der österreichische Publizist in seinem Essay gegen die "Zerstörung der Vernunft" vor allem von rechts an, gegen den Linkspopulismus als vermeintliches Gegenmittel, und plädiere selbst für einen "radikalen Linksliberalismus", der weniger zerdenkt und mehr handelt. Toll findet der Kritiker dabei, wie der Autor einen klaren Standpunkt einnimmt, ohne sich für andere Positionen zu verschließen; das mache das Buch auch lesenswert für Menschen mit anderer politischer Meinung. Inhaltlich gerate die Argumentation außerdem "schlüssig" und angenehm unverkrampft, lobt Kaindlstorfer, etwa, wenn Misik den "edlen Forderungen" nach Kommunikation selbst mit Rechtsextremisten oder Schwurblern mit simplen Beispielen widerspricht. Für den Kritiker eine schön zu lesende, "offensive und lustvolle" Verteidigung der Aufklärung, schließt er anerkennend.
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