Mit einer Einführung von Philip Brookman. Mit 90 Abbildungen. In 1951 and early 1952, Robert Frank visited London and set out to photograph the unique atmosphere of the city. He juxtaposed money and work, wealth and poverty, creating a dynamic photographic project that has never been shown before in its entirety. In March 1953, Frank traveled to the town of Careau, in Wales, to photograph coal miners. In "London/Wales" Frank returns for the first time to these old negatives. The volume explores a stylistic transformation in his work, a period of development that saw his photography move from an innovative romanticism to a highly charged, metaphorical realism.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.07.2003
Robert Franks englische Fotografien, die Philip Brookman nun unter dem Titel "London/Wales" herausgegeben hat, signalisieren für Rezensent Ulf Erdmann Ziegler einen "Abschied von Europa". Wie Ziegler berichtet, folgt der Band der ebenso "simplen" wie "schlüssigen" Idee, dass Frank im Londoner Börsendistrikt "die Reichen" und im walisischen Careau "die Armen" fotografierte. "Betörend" an der Kombination der Motive findet Ziegler, "dass es in London nie ganz Tag wird, während Wales atmosphärisch untertage bleibt". Frank, erklärt Ziegler, wollte weg von der "eleganten und eloquenten" Fotografie seiner Zeitgenossen. Seine walisischen Fotografien vom März 1953 markieren Ziegler zufolge seinen Abschied von Europa. Kurz darauf ging Frank nach Amerika, wo er mit seinen Fotografien ein eindringliches Bild der "Amerikaner" geschaffen hat. Damit dokumentiert "London/Wales" Franks letzten Versuch in einer Bildästhetik, so Ziegler, "die sich entweder zur Vignette schließt oder zur Anekdote hin öffnet".
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