Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2000
Glaubt man Thomas Eckart, dann schafft es Richard Dawkins, die Entzauberung der Naturwunder als einen poetischen Akt erscheinen zu lassen. Dawkins - und dafür feiert ihn Eckart - weigert sich, etwa die Zerlegung des Regenbogens in die Spektralfarben durch Newton als Ernüchterung zu empfinden: da wende sich Dawkins gegen das bekannte Anti-Newton-Gedicht von Keats. Was Dawkins nach dem Bericht des Rezensenten aber gar nicht ausstehen kann, ist Aberglaube. Nicht mit Magie solle man auf die Naturrätsel reagieren, sondern eben mit jenem poetischen Staunen, das für Dawkins die Naturwissenschaftler mit den Dichtern teilen.
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