Aus dem Englischen von Ronit Jariv. Mit 295 SW- und 205 farbigen Abbildungen. Schon immer wurden Menschen in allen Gesellschaftsschichten von Zahnschmerzen geplagt: Pharaonen, Elisabeth I., Ludwig XIV. und George Washington hatten schon in jungen Jahren kaum noch Zähne im Mund. Machte man im Altertum u. a. den Zahnwurm für die Schmerzen verantwortlich und versuchte, diesen durch Ausräuchern zu vertreiben, setzte man später auf das radikale und brachiale Ausreißen der verfaulten Zähne, was erhebliche (und vor allem schmerzhafte) Nebenwirkungen mit sich brachte. Erst ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahnmedizin zu einer wissenschaftlich anerkannten Fachdisziplin mit zunehmend schmerzfreieren Behandlungsmethoden. Die Schrecken der Vergangenheit sind heutzutage während der Vorsorgetermine nicht mehr präsent. Eine diffuse Angst vor dem Zahnarzt ist vielen Menschen dennoch bekannt.
Der Medizinhistoriker Richard Barnett erzählt anhand vieler unterhaltsamer Anekdoten von der Entwicklung vom Zahnbrecher zum Dentisten, von Jahrmarktständen zu hochmodernen Praxen, von Porträts mit zahnlos zusammengekniffenen Mündern zum strahlenden Lachen auf den allgegenwärtigen Selfies.
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