Herausgegeben von Jochen Oltmer, Marcel Berlinghoff, Franck Düvell, Ulrike Krause und Andreas Pott. Flucht ist eine globale Herausforderung. Schon das 20. Jahrhundert galt als "Jahrhundert der Flüchtlinge". Anfang des 21. Jahrhunderts ist die Zahl der Schutzsuchenden keineswegs gesunken. Dazu tragen militärische Auseinandersetzungen und bewaffnete Konflikte ebenso bei wie der Zerfall von Staaten und autoritäre politische Systeme, die oppositionelle Handlungen und Nonkonformität im eigenen Land nicht dulden. Auch Klima- und Umweltkatastrophen oder Effekte globaler Ungleichheit werden in politischen, medialen, öffentlichen und wissenschaftlichen Debatten als Hintergründe von Fluchtbewegungen in Betracht gezogen.Der jährliche Fluchtbericht bietet fundiertes Wissen zu den weltweiten Fluchtbewegungen und ihren Folgen. Schwerpunkt 2023 ist die Flucht als Konsequenz des Ukraine-Krieges.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2023
Nicht vollauf zufrieden ist Rezensent Tim Niendorf mit dem Band zum Thema Flucht, der von jetzt an in jährlichen Updates erscheinen soll. Da die Beiträge eher kurz sind, wird vieles, so Niendorf, nur angerissen, außerdem stört er sich am Gendern und an einer erkennbaren linksliberalen politischen Bias. Dennoch hält er die Idee hinter dem Band für gut und auch einigen Inhalten, wie etwa Jochen Olters Beitrag über die Begriffsgeschichte des Wortes "Geflüchtete", kann er etwas abgewinnen.
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