Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 18.04.2002
1953 wurde die Ulmer Hochschule für Gestaltung von Inge Scholl, Otl Aicher und Max Bill gegründet, 1968 wegen "zerstrittener Dozenten, Studenten und Assistenten, Machstreben, Geldmangel und Unterstellungen seitens der Landesregierung" geschlossen, berichtet Rezensentin Silke Hohmann. René Spitz hat nun ein Buch über die "hfg", die konsequent eine generelle Kleinschreibung im Deutschen vertrat, geschrieben, das in der eigenen Gestaltung den Leser zunächst annehmen lässt, hier ginge es auch um Design, so die Rezensentin. Doch weit gefehlt, warnt Hohmann, Spitz präsentiere lediglich eine "Sammlung von Informationen" über die Verwaltung der Hochschule. Dass er trotzdem die Schreibweise der hfg übernommen habe, findet die Rezensentin "anstrengend" und ungünstig, denn damit halte der Autor nicht genügend Distanz zum Gegenstand seiner Forschung. Auch ärgert Hohmann, dass Spitz lediglich in der Vergangenheit verharrt, anstatt auch das Fortwirken der Ideen der "hfg" in den Blick zu nehmen. Als "gründlich erstellte Quellensammlung" sei das Buch sicher nützlich, lobt die Rezensentin, aber ein Buch über Design sei es nicht.
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