Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Michelle Gyo und Julia Schwenk. Bist du bereit, der Dunkelheit zu trotzen? Nach fast achtzehn Monaten am Basgiath War College weiß Violet, dass die Zeit für theoretische Übungen vorbei ist. Die Zeit für Unsicherheit ist vorbei. Denn der Krieg hat begonnen und mit Feinden sowohl innerhalb als auch außerhalb der Mauern ist es schwer, zu wissen, wem man vertrauen kann. Violet muss jenseits des Schutzzaubers in unbekannten Ländern nach Verbündeten suchen. Die Reise wird ihren Verstand, ihre Fähigkeiten und ihr Glück fordern, aber sie wird alles tun, um zu retten, was sie liebt: ihre Drachen, ihre Familie, ihre Heimat - und ihn. Selbst, wenn es bedeutet, ein Geheimnis zu bewahren, das alles zerstören könnte. Sie benötigen eine Armee. Sie benötigen Macht. Sie benötigen Magie. Und die eine Sache, die nur Violet finden kann: die Wahrheit. Doch ein Sturm zieht auf … und nicht alle werden seinem Zorn standhalten können.
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Rezensionsnotiz zu
Die Welt, 05.04.2025
Rezensent Mladen Gladic versucht sich über Rebecca Yarros "Onyx Storm" Romanreihe einem Phänomen zu nähern, dem die klassische Literaturkritik für gewöhnlich eher ratlos gegenüber steht. Das Problem, erkennt Gladic, ist, dass die Kriterien des Kanons andere sind, als die der Romantasy. So wundert es nicht allzu sehr, dass die Kritik, wenn sie sich dann doch einmal äußert, eher moralisch urteilt, als anhand solcher literarischer Kriterien, so Gladic. Interessanterweise sind sowohl diese moralischen Bedenken, als auch die bedenklichen erzählerischen Konventionen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts relativ konstant, stellt Gladic fest. Um es ganz kurz zu machen: Eine junge Frau, die sich und ihre Kräfte erst noch kennen, schätzen und kontrollieren lernen muss, fühlt sich von einem "dunklen, geheimnisbeladenen und virilen" Mann magisch angezogen - und dann das ganze Hin und Her und natürlich der Sex. Die Bedenken, junge Leserinnen könnten angesichts dieser ziemlich "spießigen" Liebesmärchen völlig falsche Vorstellungen entwickeln, hält der Rezensent für eher unbegründet. Ja, die Bilder, die hier kreiert werden "junger Männer wohlgemerkt", sind natürlich absolut unrealistisch, aber ist das nicht ein Merkmal aller Literatur - guter wie schlechter - dass sie der Realität eben nicht genau entspricht, fragt der Rezensent und erschließt damit vielleicht so etwas wie einen "common ground" zwischen Kanon und Romantasy.