Rebecca Campbell

Arborealität

Erzählungen
Cover: Arborealität
Memoranda Verlag, Berlin 2025
ISBN 9783910914315
Gebunden, 197 Seiten, 12,99 EUR

Klappentext

Aus dem kanadischen Englisch von Barbara Slawig. In einer von Pandemien und Umweltkatastrophen gezeichneten Stadt unternimmt ein Professor alles, um die Bücher aus der verfallenden Universitätsbibliothek zu retten. Unter widrigsten Umständen verwendet ein Geigenbauer sein halbes Leben darauf, einer hochbegabten Violinistin ein Instrument zu bauen, das ihrer Spielkunst gerecht wird. Inmitten eines Landes, in dem Waldbrände und Überschwemmungen zum Alltag geworden sind, wächst eine Baumkathedrale empor, Zeichen der Hoffnung und der Beharrlichkeit des menschlichen Daseins.Ein visionärer Mosaikroman, der in sechs poetischen Erzählungen einen Ausblick auf die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts eröffnet und schildert, wie es gelingen kann, auch schwierigsten Bedingungen selbstbestimmt und in Würde zu leben.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 01.08.2025

Literarische Untergangsszenarien kennt Rezensent Maximilian Mengeringhaus viele, doch selten ist Post-Climate-Fiction so poetisch, so "erfrischend unaufgeregt" und so hoffnungsvoll wie Rebecca Campbells "Arborealität". In sechs ineinandergreifenden Erzählungen erzählt Campbell hier vom Überlebenskampf in ruinösen Landschaften, lesen wir. Hitze, Waldbrände und Ressourcenknappheit haben bereits etliche Arten und viele Millionen Menschen dahingerafft und sie gefährden weiterhin das Leben auf der Erde. Campbell fragt nicht nur, wie Menschen unter solchen Umständen überleben können, sondern auch, wie sie sich ihre Werte und ihre Zuversicht bewahren. Derlei ethische Fragen verleiten zu Kitsch und Sentimentalität, weiß Mengeringhaus, doch Campbell gelingt es auf meisterhafte Weise, diese Gefahr zu bannen und vom "würdevollen Überleben in dunklen Zeiten" zu schreiben, ohne dabei allzu gefühlig oder gefällig zu werden. Bravo, so der beeindruckte Rezensent.

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