Raub und Rettung

Russische Museen im Zweiten Weltkrieg

Klappentext

Corinna Kuhr-Korolev, Ulrike Schmiegelt-Rietig, Elena Zubkova und Wolfgang Eichwede. Die Zerstörung von Kulturdenkmälern und das Ausrauben von Museen waren Teil des Vernichtungskrieges, den das nationalsozialistische Deutschland in der Sowjetunion führte. Hunderttausende von Objekten werden bis heute vermisst, viele Fragen sind unbeantwortet. Und doch fehlt das Verständnis für die immensen Zerstörungen und Verluste an russischen Kulturgütern im Zweiten Weltkrieg in Deutschland weitgehend. Erstmals wird in diesem Buch aus russischer und deutscher Sicht der NS-Kunstraub anhand von detaillierten Fallstudien beschrieben. Betrachtet werden die Zarenschlösser bei St. Petersburg sowie die Städte Pskov und Novgorod. Der Blick auf einzelne russische Museen erlaubt es, eine Geschichte der Kunst im Krieg zu erzählen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2019

Rezensentin Kerstin Holm begrüßt die von der Kulturstiftung der Länder und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz herausgegebene Studie von Corinna Kuhr-Korolev, Ulrike Schmiegelt-Rietig, Elena Zubkova und Wolfgang Eichwede. Holm erfährt hier nicht nur am Beispiel der Zarenschlösser über die russischen Verluste in Sachen Beutekunst und die späteren Rückführungen, die Autoren stellen ihr anhand von Briefen und Aufzeichnungen auch Akteure des Dramas vor, russische Museumsleute, die sich als Retter und Bewahrer betätigten. Für die Orientierung bietenden Register und Karten im Band ist Holm dankbar.
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