Rainer Werner Fassbinder

Im Land des Apfelbaums

Gedichte und Prosa aus den Kölner Jahren 1962/63. Neuausgabe
Cover: Im Land des Apfelbaums
Schirmer und Mosel Verlag, 2015
ISBN 9783829607148
Gebunden, 192 Seiten, 18,80 EUR

Klappentext

Rainer Werner Fassbinder (1945-1982), einer der raren deutschen Weltstars des Kinos, hat als Siebzehnjähriger eine Reihe von Gedichten und Prosastücken geschrieben, die den späteren Filmemacher und Drehbuchautor bereits erahnen lassen. 1962/63 in seinem Kölner "Exil" entstanden, als er bei seinem Vater lebte und das Abendgymnasium besuchte, sind diese 2005 erstmals veröffentlichten Texte eindrucksvolle, berührende Dokumente eines frühreifen Genies. Mit Filmen wie Katzelmacher und Angst essen Seele auf wichtigster Vertreter der deutschen Kino-Avantgarde, erlangte Fassbinder Weltruhm mit Effi Briest, Die Ehe der Maria Braun oder Lili Marleen. Die schöpferische Ausdruckskraft, von der er beseelt war, seine Hingabe und Detailversessenheit zeigen sich schon in seinen allerersten lyrischen und literarischen Versuchen. Erstaunlich selbstbewusst, lässig und doch unendlich empfindsam, verweisen diese frühen Texte auf den ganzen schmerzensreichen Kosmos seiner Filme, auf all seine späteren Themen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 30.05.2015

Zum 70. Geburtstag Rainer Werner Fassbinders mehren sich die Buchveröffentlichungen. Wurde der Filmemacher zu Lebzeiten in erster Linie als Zeitgenosse wahrgenommen, weicht diese Perspektive mit heutiger Distanz einer biografisch umfassenderen, beobachtet Rezensent Harald Jähner. Etwa, was Fassbinders Kindheit und dessen intensive Beziehung zu seiner Mutter betrifft: War diese früher kaum beachtet, konturiert nun ein Band mit Gedichten und Prosastücken, die der jugendliche Fassbinder für seine Mutter verfasst hat, "die ganze Tiefe" dieses Verhältnisses. Auch wenn es sich bei den Jugendwerken keineswegs um Meisterwerk handele, findet der Kritiker Fassbinders früh ausgeprägtes Formbewusstsein bemerkenswert und staunt darüber, dass dieses begabte Kind seinerzeit noch nicht einmal die Realschule bewältigt hat.

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