Herausgegeben von Hubert Winkels. Die Dokumentation der Verleihung des Wilhelm-Raabe-Preises an Rainald Goetz und zugleich eines Teils deutscher Literaturgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.09.2002
Die hier gesammelten Beiträge um die Verleihung des Wilhelm-Raabe-Literaturpreises herum nimmt Wolfgang Lange zum Anlass, nicht nur auf das Buch hinzuweisen, sondern sich kurz und sarkastisch-freundlich auch mit dem Phänomen Rainald Goetz zu beschäftigen. "Alle lieben Goetz", schreibt er, und findet das ganz in Ordnung, denn der Mann sieht gut aus, ist klug und kann schreiben. Als "Großmeister bundesrepublikanischer Popliteratur" erweist Goetz mit seinen Beobachtungen auf einer ICE-Fahrt dem "kauzig stigmatisierten" Raabe immerhin indirekt seine Reverenz, findet Lange, auch wenn er ihn in seiner Dankesrede nicht erwähnt hat.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 15.11.2001
Andreas Nentwich kann diesem Band zu Geschichte und Bedeutung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises einiges abgewinnen. Besonders zwei Beiträge in dem Buch findet er interessant, wobei der des Raabepreisträgers 2000, Rainald Goetz, nicht dabei ist. Wesentlich aufschlussreicher scheinen dem Rezensenten die Artikel von Horst Denkler, der versuche, "die problematische Geschichte einer Ehrung" nachzuzeichnen, und der Text von Ingeborg Harms, die erkläre, warum Wilhelm Raabe eigentlich hochmodern sei. Dieser Artikel ist es auch, der Nentwich zu dem Schluss kommen lässt, dass es letztlich spannender ist, Raabe zu lesen als Goetz.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2001
Sehr kurz, sehr knapp und wenig aussagekräftig geht der Rezensent mit dem Kürzel "lmue" auf Rainald Goetz' Reflektionen über Wilhelm Raabe ein. Im Frühjahr 2001 erhielt der Schriftsteller in Braunschweig den Wilhelm-Raabe-Preis, das Buch ist, so "lmue", der Band zur Auszeichnung. Darin scheint sich, so die Andeutung des Rezensenten, Goetz lange über seine Reiseerlebnisse auszulassen, insbesondere über fensterlose Toiletten in Hotels, deren Lüftungssysteme defekt sind.
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