Laufzeit ca. 150 Minuten. Aus dem Englischen übersetzt und gelesen von Harry Rowohlt. Eddies Eltern leiden an einer seltsamen Krankheit. Ganz gelb sind sie, und sie stinken nach alten Wärmflaschen. Als die Gefahr besteht, dass Eddie sich bei seinen Eltern ansteckt, wird er zu Verwandten geschickt. Pech, dass es sich um seinen wahnsinnigen Onkel Jack und seine wahnsinnige Tante Maud handelt. Und dass ihr Haus "Schlimmes Ende" heißt. Eddie kommt auf der Reise nach "Schlimmes Ende" plötzlich abhanden und findet sich im Sankt-Fürchterlich-Heim für dankbare Waisen wieder. Nach einer Begegnung mit der Heimleiterin Frau Direktor Grausam-Unsäglich organisiert er einen Massenausbruch - mit Hilfe von Gurken, die den Waisenkinder als Waffe dienen, und einem Festwagen in Form einer riesigen Kuh ...
Eine Geschichte für Menschen ab 10 soll das sein. Wenn Eddie seine Reise in die große Welt antritt, um schließlich im Waisenhaus Sankt Fürchterlich zu landen, so geht das, bei diesem Autor zumindest, allerdings nicht unter einer Wiederbelebung britischer Romanwelten aus dem Geiste der Unordnung und Spielfreude vonstatten und auch nicht ohne Wortwitz und jede Menge kulturgeschichtlicher Exkurse, "vom Grundwissen über die Erfindung der Polizei ... bis zum Strom". Eine "furiose Fülle", freut sich Reinhard Osteroth über das Buch und einen Autor, der ausschaut "wie ein auf über zwei Meter gestreckter Harry Rowohlt". Der wiederum hat das Buch nicht nur übersetzt, sondern auch auf zwei CDs gesprochen, "vollmundig ... von Understatement moduliert".
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