Weit und wandlungsreich ist der indische Götterhimmel. Die Götter und Göttinnen haben im Hnduismus viele Gesichter und viele Namen, die Verwandtschaft ist verzweigt und nicht selten auch verzwickt. Trotz göttlicher Kräfte werden aber durchaus weltliche Verwicklungen verhandelt, und dabei geht es mitnichten immer friedlich zu und her.
Der elefantenköpfige Ganesha ist bekannt für seine Streiche, der beschützende Vishnu streitet mit dem Schöpfergott Brahma. Dieser schreckt auch nicht davor zurück, eine faustdicke Lüge aufzutischen, um gut dazustehen. Und wenn die Welt gerade mal wieder vom Bösen beherrscht wird, dann braucht es die unerschrockene Durga, um das Dämonische zu besiegen.
Argwohn, List, Macht und Liebe - der vielschichtige Stoff der indischen Mythologie lädt zum Staunen, Nachdenken und Schmunzeln ein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2018
Tilman Spreckelsen liest gern in der Nacherzählung indischer Göttergeschichten von Penelope Tunstall und Caroline Widmer. Die variantenreichen mythologischen Epen über Kämpfe und Liebeswirren, auf die die ausschnitthaften Texte zurückgehen, scheinen für Spreckelsen in diesem Band wie in Schlaglichtern auf. Einfach genug gehalten für junge Leser, doch nicht verflacht, beschäftigen die Texte den Rezensenten noch lange. Der Wandel der Götter, das Vergehen und Wiederentstehen leuchten ihm als modernem Leser unmittelbar ein.
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