Peggy Mädler

Wohin wir gehen

Roman
Cover: Wohin wir gehen
Galiani Verlag Berlin, Berlin 2019
ISBN 9783869711867
Gebunden, 224 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen. Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 19.02.2019

Helmut Böttiger ist beeindruckt von Peggy Mädlers Roman. So unscheinbar das Buch auf ihn zunächst wirkt, so überrascht ist der Rezensent, wie sparsam und doch wirkungsvoll Mädler mit Sinn für Zwischenräume entlang der Biografien zweier Freundinnenpaare aus verschiedenen Generationen über Freud, Leid und Hoffnungen im katastrophalen 20. Jahrhundert erzählt. Der Wechsel der chronologisch erzählten Geschichten ergibt laut Böttiger ein luftiges Erzählschema. Dass die Autorin sich stets nah an die Erlebnisse und Erfahrungen ihrer Figuren hält, scheint ihm entscheidend zum Gelingen des Textes beizutragen. Liebe, Tod, Krieg, Vertreibung und die Teilung Deutschlands kommen zusammen, plastisch und pointiert, so Böttiger.
Stichwörter

Themengebiete