Paul Strathern

Schumpeters Reithosen

Die genialsten Wirtschaftstheorien und ihre verrückten Erfinder
Cover: Schumpeters Reithosen
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783593372938
Gebunden, 331 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sonja Schuhmacher und Rita Seuss. Stratherns Geschichte der wichtigsten ökonomischen Theorien führt den Leser zu faszinierenden Denkern wie Adam Smith, Karl Marx, John Maynard Keynes und Joseph Schumpeter. Sie waren keineswegs staubtrockene Schreibtischtäter, sondern häufig sonderbare Exzentriker. Paul Strathern erzählt die Geschichte der großen Wirtschaftstheorien und ihrer bisweilen etwas kauzigen Erfinder. Er beschreibt, wie der mittelalterliche Mönch Luca Pacioli, ein Mitbewohner Leonardo da Vincis, die doppelte Buchführung erfand und wie ein aus Schottland entflohener Mörder namens John Law das Papiergeld erfand und die Kontrolle über Frankreichs Finanzen bekam. Natürlich wird auch über Joseph Schumpeter berichtet, den ersten Analytiker von Konjunkturzyklen, der nichts Geringeres wollte, als "der größte Nationalökonom der Welt, der größte Reiter in Österreich und der größte Liebhaber in Wien" zu werden - und der seine Vorlesungen im Reitkostüm hielt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2004

Dieses Buch von Paul Strathern, lobt Rezensent Hanno Beck, biete "einen amüsanten, flott geschriebenen Parforce-Ritt durch die Geschichte der ökonomischen Theorie". Strather lege "in gefälliger Weise Mosaiksteinchen neben Mosaiksteinchen", und so enstehe "ein Bild vom langen Weg der Wirtschaftswissenschaften", von den Anfängen einer doppelten Buchhaltung, über die Moralphilosophie und die großen klassischen Denker der Nationalökonomie, bis hin zu den "komplexen Ideenkonstrukten der Spieltheorie", das "anregend, amüsant und lehrreich zugleich" sei. Dass Strathern auch die Biografien der Theoretiker und damit zugleich auch die Umstände der Entstehung der Theorien behandele, helfe außerdem dabei, so Beck, manche Theorie, die aus heutiger Perspektive abwegig klinge, noch zu verstehen. Nicht nötig wäre es allerdings gewesen, kritisiert Beck, im deutschen Untertitel des Buches, mancher Biografien wegen, gleich reißerisch von "verrückten" Erfindern zu sprechen.
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