Der Autor, selbst langjähriger Gardekaplan, spannt den Bogen aus der bewegten Gründungszeit über den Sacco di Roma bis in die Epoche nach dem Ersten Weltkrieg. Mit detaillierten Schilderungen und einem großen Insiderwissen verleiht Krieg seiner Monografie einen dauerhaften Wert. Mit Bedacht wurde der Originaltext bearbeitet, ergänzt und der dargestellte Zeitraum bis zum Ende des 20. Jahrhunderts erweitert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.09.2006
Als Standardwerk würdigt Hans Rudolf Fuhrer dieses Buch über die Schweizergarde von Paul M. Krieg, das Reto Stampfli aktualisiert und erweitertet hat. Die Neuauflage des Werks erscheint ihm überaus verdienstvoll - zum einen, weil Kriegs Buch dadurch wieder ins Bewusstsein gerufen wird, zum anderen, weil es die Zeit nach 1910 aufarbeitet. Der neue Teil, der rund ein Drittel des Buches ausmacht, informiert nach Auskunft Fuhrers nicht nur über Leben und Ausrüstung der Garde, sondern über die wichtigsten Kapitulationen, Reglements und Eidesformeln sowie den Stand der Forschung. Er unterstreicht die kritische Wertung der teils spekulativen Literatur zum Mord am Gardekommandanten Alois Estermann. Zu seinem Bedauern wird dieses düstere Kapitel in der Darstellung allerdings ausgeklammert und damit die Gelegenheit einer nüchternen Schilderung dieses Vorfalls versäumt.
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