Der französische Fotograf Pascal Maitre kennt den afrikanischen Kontinent wie kaum ein Zweiter. Seit 20 Jahren ist er in über 30 Ländern Afrikas unterwegs. Seine zahlreichen Reisen gleichen einer Suche nach dem verborgenen Bild Afrikas: einem Bild, jenseits von Exotismus und jenseits der Nachrichten von Hunger, Krieg und Aids. Maitre leugnet das Leid nicht, das Afrika so oft in ungeheurem Maße heimsucht, aber die Mehrzahl seiner Sujets findet er im Alltag, in Küchen und auf Hinterhöfen, auf Schulwegen und auf Feldern.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2001
Nach Ansicht des Rezensenten mit dem Kürzel "as" scheint der Photograph Pascal Maitre der afrikanischen Vielfalt - im Rahmen der fotografischen Möglichkeiten - durchaus gerecht geworden zu sein. Da werden kongolesische Zauberer und Guerillas genauso abgebildet wie "verhüllte Tuareg" oder Leichen im Fluss. Merkwürdig scheint der Rezensent lediglich zu finden, dass die Bilder bisweilen in einer "ästhetisch harmonisierten Form" präsentiert werden, etwa wenn auf einer Doppelseite links geschmückte Frauen zu sehen sind, rechts hingegen die Leiche eines Panzerkommandanten - das Ganze "verbunden durch lieblich warme Goldtöne und angenehme Bildkomposition". Doch insgesamt zeigt sich "as" von diesem Band ausgesprochen angetan, weil hier "in der Konfrontation von Kunst und Wirklichkeit die Frage nach der Wahrheit erst aufreißt".
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