Aus dem Amerikanischen von Reinhard Kaiser. Seit dreißig Jahren ist P .J. O 'Rourke als Liberalenschreck, bekennender Whisky- und Zigarrenfan und als Reporter bekannt, der keine Kriegs- oder Krisenregion der Welt ausläßt. Warum eigentlich an den immer gleichen Stränden die immer gleichen Langweiler treffen, fragte sich P. J. O'Rourke im Jahre 1984. Er rief stattdessen beim Reiseministerium des Libanon an und buchte eine Woche Bürgerkrieg in Beirut. O'Rourke lernte nicht nur die berühmte Strandpromenade kennen (die man der Scharfschützen wegen allerdings nur im Laufschritt passieren konnte), sondern auch das richtige Verhalten bei Straßensperren verschiedenster Milizen, die beste Reaktion im Feindfeuer und die Kunst, in allen Lebenslagen die richtigen Antworten zu geben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.07.2007
Bestens unterhalten hat sich Georg Sütterlin bei der Lektüre dieser Reportagen von P. J. O'Rourke, obwohl oder gerade weil sie alles andere als politisch korrekt sind. Als einen "Leisetreter" kann er den Autor, einer der bekanntesten Journalisten und Kolumnisten in den USA, wirklich nicht bezeichnen. Sütterlin sieht in ihm eine Mischung aus Reporter, Schriftsteller und Humorist und rühmt seine sicheren Recherchen, seine lebendige Sprache und seinen sarkastischen Witz, mit dem er aus dem Rahmen des Mainstreams der liberalen US-Medienlandschaft fällt. Natürlich sieht er die Gefahr, dass die Provokationen zu "Pose und Selbstzweck" werden. Auch gibt es von O'Rourke jede Menge Reportagen, die nicht überzeugen können. Aber zu Sütterlins Freude hat Albert Christian Sellner für den vorliegenden Band fast nur die "erstklassige" ausgewählt.
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