Aus dem Amerikanischen von Wolfgang Rhiel. In der neu entbrannten Debatte, in der die Evolution gegen den Gottesglauben ins Feld geführt wird und umgekehrt nach Gottes Spuren in der Evolutionsgeschichte gesucht wird, hat Owen Gingerich, der Professor für Astronomie und Wissenschaftsgeschichte an der Harvard University, in den Noble Lectures von 2006, die nötige Ordnung gebracht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2008
Angenehm aufgefallen ist dem Rezensenten Helmut Mayer dieses Buch des Astrophysikers und bekennenden Gläubigen Owen Gingerich. Was es Mayers Meinung nach von der aktuellen Fülle atheistischer und religiöser Streitschriften unterscheidet, ist, dass es nicht die Grenzen zwischen Wissenschaft und Glauben einzureißen versucht, sondern aufrecht erhält, also Raum lasse, bei aller Wissenschaftlichkeit Intelligenz und Schönheit der Schöpfung zu bewundern. Wie der Rezensent informiert, nimmt Gingerich dabei verschiedene Phänomene in den Blick, etwa die erstaunliche, das Universum zusammenhaltende "Feinabstimmung" von Expansion und Gravitation oder dessen generelle "Lebensfreundlichkeit".
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