Norton Juster

Milos ganz und gar unmögliche Reise

(Ab 11 Jahre)
Cover: Milos ganz und gar unmögliche Reise
Sauerländer Verlag, Düsseldorf 2006
ISBN 9783794180295
Gebunden, 199 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Cornelia Krutz-Arnold. Als Milo eines Tages von der Schule nach Hause kommt, findet er ein großes Paket vor... Ein geheimnisvolles Mauthäuschen ist darin und plötzlich scheinen Zeit und Raum durcheinandergewirbelt - Milo ist im Land der Weisheit gelandet und steckt mitten in einem turbulenten Abenteuer. Es herrscht Krieg, denn König Azet der Ungekürzte ist mit seinem Bruder, dem Mathemagier, verfeindet. Um wieder Frieden zu stiften, braucht Milo nicht nur seine ganze Fantasie, sondern auch Mut und Verstand. Eine Reise voll herrlicher Verrücktheiten nimmt ihren Lauf. So trifft Milo das 0,4-Kind der 1,4-Kind-Durchschnitssfamilie, holt sich Rat bei der Häckse Minimal Makaber und bringt seinen ganzen Mut auf, um die Prinzessinnen Reines Licht und Klare Logik zurück nach Weisheit zu bringen. Zum Glück gewinnt er dabei treue Freunde, wie die Leberlaus und Wachhund Tack, die Milo in den aufregendsten Situationen beistehen...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.07.2006

Der Rezensent Thomas Binotto ist besonders begeistert von Norton Justers erfindungsreichem Umgang mit der Sprache in seinem Roman "Milos ganz und gar unmögliche Reise". Er findet, dass der Autor mit ihr spiele und wie ein Akrobat mit "Worten und Redensarten, mit Ideen und Gedanken" umgehe. Die Geschichte von Milos Reise durch Verbalia und Numeria bezeichnet er als "Kopfgeburt", die weder durch einen ausgefeilten Aufbau noch durch Komplexität besticht. Außerdem falle das Buch, das im ersten Teil in Verbalia noch durch seinen Wortwitz überzeugt hat, im zweiten, mathematisch gefärbten, deutlich ab. Trotzdem kann Binotto den Band vor allem "Hirnakrobaten" mit Spaß an ausgefallenen Sprachspielen empfehlen. Großes Lob erntet außerdem die Übersetzerin Cornelia Krutz-Arnold, die Justers extravagante Wortkunst "hervorragend" ins Deutsche übertragen habe.
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