Monika Dettwiler

Der goldene Fluss

Historischer Roman
Cover: Der goldene Fluss
Kabel Verlag, München 2003
ISBN 9783822506264
Gebunden, 470 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Der goldene Fluß, der europäische Strom, Symbol des Reichtums, in dessen Wasser sich das Sonnenlicht spiegelt: An seinem Ufer, nicht weit vom berühmten Rheinfall, gründen der ehrgeizige Grafensohn Eberhard von Nellenburg und seine Frau Ita im 11. Jahrhundert einen Handelsort. Mit erst 15 Jahren wird Eberhard Familienoberhaupt und baut Schritt für Schritt die Macht der Nellenburger wieder auf. Von einem Gelübde getrieben, löst er in Schaffhausen ein für das Mittelalter einzigartiges Wirtschaftswunder aus. Ita, die in Zürich die Heilkunst und Armenpflege gelernt hat, hilft ihrem Mann bei der Verwirklichung eines gemeinsamen Traums: Ein eigenes Kloster mit Münster soll entstehen ... Präzise und mit anschaulichen Details schafft die Autorin einen mittelalterlichen Kosmos, der überzeugt und mitreißt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2003

Mit "Der goldene Fluss" hat die Zürcher Autorin Monika Dettwiler mittlerweile ihren dritten historischen Roman vorgelegt, berichtet eine hoch erfreute Beatrice Eichmann-Leutenegger. Angesiedelt ist er diesmal im Herzogtum Schwaben des 11. Jahrhunderts, einer unruhigen Zeit, wie die Rezensentin zu berichten weiß. Erzählt wird die Geschichte der anfänglich stark "lädierten Familienmacht" der Grafen von Nellenburg, die über die mehr als 450 Seiten des Romans einen nicht unerheblichen Aufstieg erfährt, der selbstredend keineswegs "glatt" verlaufe. Lobend erwähnt Eichmann-Leutenegger die "gut dokumentierte Handlungsfülle", die sich gleich wie die Charaktere der Erzählung "im Schwebezustand zwischen Fiktion und historischer Realität" halte. Besonders beeindruckt zeigt sich die Rezensentin, wie es Dettwiler in diesem "üppig bebilderten" und "lebhaft inszenierten" Roman verstanden hat, "faszinierende Konstanten" der menschlichen Existenz aufzuweisen, die dem Leser eine Annäherung an die fernen Zeiten ermöglichen. Abgeschlossen wird der Schmöker noch durch einen "informativen" Anhang.