Khalid Al-Maaly (Hg.), Mona Naggar

Lexikon arabischer Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts

Cover: Lexikon arabischer Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts
Palmyra Verlag, Heidelberg 2004
ISBN 9783930378555
Gebunden, 330 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Trotz ihres bedeutenden Stellenwerts in der Weltliteratur wird die arabische Literatur im deutschsprachigen Raum meist wenig zur Kenntnis genommen. Dies gilt leider auch für die arabische Gegenwartsliteratur. Das Lexikon arabischer Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts soll hier eine Lücke schließen und zu einer größeren Bekanntheit der modernen arabischen Literatur beitragen. Es handelt sich dabei um das erste deutschsprachige arabische Autorenlexikon überhaupt. In Einzelbeiträgen werden die etwa dreihundert bedeutendsten arabischen Autorinnen und Autoren der letzten beiden Jahrhunderte porträtiert. Neben den biografischen Angaben zu den einzelnen Schriftstellern enthält das Lexikon eine Beschreibung ihrer wichtigsten literarischen Werke sowie Angaben zu ihrer Bedeutung und ihrem Stellenwert in der arabischen Literatur.
Aufgrund der Vielzahl der porträtierten Autoren - auch die französisch- bzw. deutschschreibenden sind enthalten - informiert das Buch nicht nur über die unterschiedlichen literarischen Formen, Stile und Einflüsse (von der sozialrealistischen Erzählweise über den symbolischen Realismus bis hin zu Formen des Surrealismus und Existenzialismus), sondern liefert darüber hinaus tiefe Einblicke in die politische, soziale und kulturelle Wirklichkeit der arabischen Welt im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, zwischen Individuum und Gesellschaft.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.10.2004

Der Rezensent Daniel Bax lobt den hohen Nutzwert dieses Buches. Es ist nach seiner Meinung keines dieser an die Buchmesse gebundenen Bücher, die "ihre Existenz allein dem jeweiligen Länder-Schwerpunkt verdanken", sondern taugt als "perfekte Orientierungshilfe". Selbst in der "akademischen Fachwelt" habe bisher eine Lücke geklafft, die dieses Buch zu schließen vermag. Obwohl das Buch als Lexikon und Übersicht konzipiert ist, fehlt es nicht an "ausführlichen Abhandlungen und eingehenden Analysen" - zumindest bei den bekannteren Autoren. Diese "leichte Unausgewogenheit" findet Bax jedoch verzeihlich, denn immerhin kannte man viele der etwas vernachlässigten Autoren im Westen vorher überhaupt nicht. Zusätzlich leistet das Buch etwas, was man nicht unbedingt von einem Nachschlagewerk erwartet: "Im Puzzle der Kurzbiografien spiegelt sich die spannungsvolle Geschichte der arabischen Welt zwischen Kolonialisierung, nationaler Unabhängigkeit und Moderne".
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