Mittebuch

Geschichten und Bilder
Cover: Mittebuch
Verbrecher Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783935843102
Kartoniert, 195 Seiten, 12,30 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Sarah Verena Diehl, Werner Labisch, Jörg Sundermeier. Berlin-Mitte ist ein Stadtteil, der zugleich symbolhaft für das steht, was die Konservativen wie die Sozialdemokraten für sich reklamieren: die Mitte. Doch was ist das? Und was heißt das für den Bezirk? Im "Mittebuch" finden sich Geschichten, Essays und Bilder, die zeigen, dass Mitte nicht das ist, was sich Politik und Wirtschaft erhofft haben. Bilder und Texte aus und über Mitte von Doris Akrap, Fehmi Baumbach, Heike Blümner, Dietmar Dath, Vanessa Diehl, Tatjana Doll, Tanja Dückers, Katrin Funcke, Oliver Grajewski, Meike Jansen, Jürgen Kiontke, Almut Klotz, Kirsten Küppers, Britta Lange, Leonhard Lorek, Lilian Mousli, Thorsten Platz, Rattelschneck, Stefan Ripplinger, Christiane Rösinger, David Wagner, Ambros Waibel, Anton Waldt, Marc Weiser, Iris Weiss, Axel John Wieder und Stefan Wirner.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.05.2003

Gunnar Luetzow findet an diesem Buch mit Berichten, Reportagen, Geschichten und Comics aus und über Berlin Mitte besonders "erfreulich", dass die 27 Autorinnen und Autoren tatsächlich in diesem Bezirk leben und arbeiten und deshalb wissen, wovon sie schreiben. Er hat unter den Berichtenden "lokale Legenden" wie die "ehemalige Lassie-Sängerin" Christiane Rösinger oder die Künstlerin Fehmi Baumbach gefunden, aber genauso Autorinnen wie Iris Weiss, die sich über das neue Interesse an der jüdischen Kultur des Scheunenviertels bei gleichzeitiger Weigerung so manchen Clubbesitzers, die von Nazis enteigneten Gebäude rückzuübertragen, ihre Gedanken macht. Dass es in dem Band nicht nur um die "Selbstreflexion der intelligenteren Spaßgesellschaft" geht, sondern auch über Verlierer der Modernisierungsprozesse des Stadtviertels einiges zu lesen ist, lobt der Rezensent nachdrücklich.

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