Seit Jahren ist László Carassin erfolglos. Noch nie hat er mit seinen Gedichten Geld verdient, doch dann wird er mit dem Sparkassen-Kunstpreis ausgezeichnet. Als die Preisverleihung im Wolfsburger Ritz-Carlton zur Farce gerät, beschließt László, noch am selben Abend sein altes Leben an den Nagel zu hängen und mit den 7.500 Euro Preisgeld in großem Stil neu anzufangen.Was folgt, ist eine nicht enden wollende Reise, eine Suche nach Identitäten und Lebensentwürfen, die nur eines gemeinsam haben: ihr verlässliches Scheitern. László versucht sich als Kapitalist an der bulgarischen Riviera, als Frührentner am Balaton, als Großkünstler in Nikosia und als bedingungslos Liebender in Odessa. Schließlich ist das Preisgeld aufgebraucht, alle Pläne liegen in Schutt und Asche.
Rezensent Michael Opitz schätzt die Unaufdringlichkeit des Romans von Michel Decar und seines Helden. Nicht von ungefähr erinnert ihn die Dichterfigur im Buch, die sich dem Nichtstun verschreibt, an Eichendorffs Taugenichts. Sympathisch findet Opitz Decars Träumer und einnehmend die Leichtigkeit des Textes, dem es gelingt, Gegenwart mit Humor abzubilden, wie der Rezensent versichert.
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