Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2002
Auch wenn Rainer Hoffmann seine kurze Rezension mit dem nicht unerheblichen Vorwurf des "Etiketten- oder Titelschwindels" einleitet, da die Gartenkunst der Länder Mittel- und Osteuropas in dem kleinen Wörterbuch der europäischen Gartenkunst nicht vorkommen, fügt er sogleich ein Lob hinzu und leitet damit zu einer insgesamt positiven Gesamteinschätzung des Buches über. Hier könne man sich "gleichsam gründlich- kenntnisreich wie unterhaltend-erholsam" in Kunstgefilden ergehen, die die Menschen in Erinnerung an das verlorene Paradies immer wieder zu inszenieren versucht hätten, schwärmt er. Informationen über die "Gartenstile Europas" von der Antike bis zur Postmoderne erhalte man in der kurzen Einleitung, informiert Hoffmann. Der Freund der Gartenkunst bekomme beim Springen von Stichwort zu Stichwort mannigfaltige Informationen, von technischen Details über ästhetische Aspekte bis hin zu geistesgeschichtlichen Perspektiven und kunsthistorischen Zusammenhängen, verspricht Hoffmann, und Candides "...mais il faut cultiver notre jardin" dränge sich durch die Lektüre nahezu auf.
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