Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.01.2001
Michael Bauer hat sich zwei CD-Rom-Veröffentlichungen angesehen, die der Literaturrecherche im Internet und einem Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gewidmet sind, und er hat an beiden viel auszusetzen.
1.) Baasner/Koebe (Hrsg.): "wozu.was.wie.Literaturrecherche und Internet"
Zunächst fällt dem Rezensenten negativ auf, dass die multimediale CD-Rom in ihrem ersten Teil eine Sprecherin verwendet, die wie eine "Parodie einer ICE-Durchsage" und zudem nicht besonders professionell wirke. Überhaupt findet er, dass die CD-Rom weit hinter den Möglichkeiten des Mediums zurückbleibt und bemängelt zudem die "altbacken-akademische Einführung" der Herausgeber in die Internetrecherche. Allerdings sieht er trotzdem den Nutzen der CD-Rom und lobt sie als "längst überfälliges" Hilfsmittel für Geisteswissenschaftler, auch wenn er sich eine andere, bessere Ausführung gewünscht hätte.
2.) Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): "Kritisches Lexikon zur deutschen Gegenwartsliteratur". 64. u. 65. NL
Der Rezensent preist zunächst das Kritische Lexikon zur deutschen Gegenwartsliteratur, als "weltweit einzigartiges" Nachschlagewerk, da es sämtliche Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur erfasse und Biografie der Autoren, ihre Werke und die Sekundärliteratur dokumentiere. Allerdings seien die Mängel des Lexikons auch in der digitalisierten Version beibehalten worden, moniert der Rezensent. Er weist auf "veraltete Artikel" hin, die auch auf der CD-Rom nicht "aktualisiert" wurden und auf unvollständige Angaben der Sekundärliteratur. Schade findet er, dass "Hörfunk- und Fernsehrezensionen", aber auch wichtige Beiträge in Magazinen nicht angegeben sind. Besonders bemängelt er aber, dass eine Recherche über den Index der CD-Rom zu "fehlerhaften oder unvollständigen" Ergebnissen führt. Auch von der Programmierung und Gestaltung ist er "enttäuscht".
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…