Michael Schuhmacher

Allen Ginsberg

Eine kritische Biografie
Hannibal Verlag, Wien 1999
ISBN 9783854451631
                         , 621 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Von der Beat-Generation in den 50ern über die Hippies und die Anti-Kriegs-Demos der 60er bis zur Wiederentdeckung des Buddhismus in den 70ern - Allen Ginsberg lieh dem Geist einer jeden Generation seine Stimme und dichterische Kraft. Der Kulturkritiker Michael Schumacher hat acht Jahre für diese Biographie recherchiert - in Zusammenarbeit mit Ginsberg, der ihm Zugang zu privaten Papieren und Tagebüchern gewährte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.11.1999

Ulrich Rüdenauer bespricht diesen Band zusammen mit der bei Hanser erschienen Ausgabe der "Gedichte" von Ginsberg.
1) Schumacher: "Allen Ginsberg"
Auf diesen Band weist Rüdenauer eigentlich nur mit der Nacherzählung einer Anekdote hin: wie Bob Dylan dem Dichter ein Tonbandgerät für 600 Dollar schenkte.
2) Ginsberg: "Gedichte"
Das Tonbandgerät sieht Rüdenauer als "Metapher der Ginsbergschen Schreib-Technik", die er als ein offenes Hinhören und Notieren, als ein Schamanentum des technischen Zeitalters hinstellt. In seiner ausführlichen Kritik zeichnet Rüdenauer Ginsbergs lange Karriere von der Beat Generation bis in die achtziger Jahre nach, als er mit der Rockband "The Clash" auf der Bühne stand. Er verweist auf die ungeheure Bedeutung des Gedichts "The Howl" und später auf die Wechselwirkung der Ginsbergschen Gedichte mit der Sphäre der Rockmusik. Viele seiner Texte versuchten die Prägnanz eines Songs zu erreichen - gerade hier findet er Ginsbergs Gedichte allerdings nicht immer überzeugend. In seinem Spätwerk zeige Ginsberg "routinierte Erstarrung".
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